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Umgang mit Negativ-Haltung

Eine sich verstetigende Negativ-Haltung ist gerade bei Konflikten am Arbeitsplatz sehr häufig zu beobachten. Die Wirkungen aud das eigene Wohlbefinden und die Gesundheit aber auch für das Klima im Team und die Produktivität in der Gemeinschaft am Arbeitsplatz können immens sein.

Das Negativ-Denken erfolgt insbesondere im Zusammenhang mit einer problemorientierten (statt lösungsorientierten) Kommunikation mit und zu den Kollegen. Gepaart mit Sakasmus und Ironie sowie der Penetration immer wieder gleicher Negativ-Formulierungen wie: "War ja nicht anders zu erwarten!"; "Das hat doch so noch nie geklappt!"; "Was willst Du von diesem Kollegen schon erwarten!" ...

Die Negativ-Haltung wird aber auch gerne durch non-verbale Elemente sichtbar. Kopf schütteln, Augen rollen, Mimik und Gestik sind auch nicht zu unterschätzende Bereiche in der Eskalation von Konflikten.

Wie damit umgehen? Eine Ansprache "Warum bist Du immer so negativ ..." hilft in der Regel nicht wirklich weiter.
Zielgerichteter wäre hier "Gefühle Verbalisieren" in Verbindung mit einer Beschreibung, was man selber konkret wahrgenommen hat. Zum Beispiel: "Ich habe gestern einen Lösungsvorschlag gemacht, bei dem ich wahrgenommen habe, dass Du mit den Augen gerollt und mit einer abwehrenden Geste scheinbar meine Erfahrung in Frage gestellt hast. Das hat mich geärgert." Nun kann man eine Einladung aussprechen: "Ich würde Deine Reaktion und Deine Meinung dazu gerne besser verstehen."

Es gibt viele Gründe warum Menschen am Arbeitsplatz eine Negativ-Haltung entwickeln bzw. zeigen. Viele davon haben mit der Kommunikation zu tun. Fehlende oder unvollständige Information, unzureichende kommunikative Einbindung, das "Erst- einmal-auskotzen-müssen-Syndrom" oder auch die eigene Positionierung im System deutlich machen sind einige von möglichen Gründen. Doch es gibt auch positive Aspekte, den mache Dinge sind nachdem Sie ausgesprochen worden, auch erst wirklich "behandelbar".

In der Regel helfen in solchen Situationen die aktiv konstruktiven Verhaltensweisen des Conflict Compass® gut. In Kombination mit eigener posivier Haltung und Klarheit einer zielgerichten Ansprache und Kommunikation auf Basis der eigenen kommunikativen Stärken, können solche Situationen gut gemanagt werden.

Frank Strathus, ILD (inspired by Nancy Pridgen, MTI)